Zwiesel Kristallglas AG
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Historie

Historie

1872. Der Fuhr- und Handelsunternehmer Anton Müller aus Zwiesel gründet mit dem Nachlass seiner verstorbenen Eltern die Tafelglashütte “Annathal” auf einer anfänglichen Fläche von neunhundert Quadratmetern. Die erste Fuhre Tafelglas, 10 Kisten, werden am 5. Dezember 1872 ausgeliefert.

1884. Anton Müller verkauft die Hütte an Theodor und Gustav Tasche aus Köln. Das Werk erhält den Namen “Zwieseler Farbenglashütte Gebrüder Tasche” und wird im Volksmund “Tasche-Hütte” genannt.

1897. Gustav Tasche meldet ein Patent für verbesserte Kühlöfen im kaiserlichen Patentamt an.

1898. Umwandlung der “Tasche-Hütte” in eine Aktiengesellschaft mit einem eingebrachten Wert von 521 000 Mark. Der erste Vorstand ist Gustav Tasche.

1912. Die Aktiengesellschaft beteiligt sich mit 55 Prozent an der österreichisch- ungarischen Tafel- und Farbenglaswerke GmbH in Zuckmantel und baut ein neues Werk.

1914 – 1921. Kriegsbedingt kommt es zu schweren geschäftlichen Einbußen. Die Betriebe der “Vereinigten Farbenglaswerke” werden sanktionsbedingt zwischenzeitlich sogar still gelegt.

1924. Die Zwiesler Hütte der “Vereinigten Farbenglaswerke” nimmt erstmals die Produktion von Hohlglas für Trinkgläser auf.

1927. In der Inflationszeit bricht das Stammgeschäft, Bau- und Industrieglas, weg. Auf der Suche nach Partnern stößt man auf das 1884 gegründete Jenaer Glaswerk “Schott & Gen.”, das zunächst die Aktienmehrheit übernimmt und in den folgenden Jahren und Jahrzehnten fast alleiniger Besitzer wird.

1945. Nach Kriegsende sind die Werke in Pirna und Zuckmantel verloren. Das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. verliert sein Stammwerk. In Zwiesel bietet sich die Möglichkeit, mit 41 durch die Alliierten aus Jena abgezogene Führungskräften einen Neubeginn zu wagen.

1952. Der neue Hauptbetrieb der Jenaer Glaswerke wird nunmehr unter dem Namen “Schott” in Mainz errichtet.

1961. In Zwiesel gelingt die vollautomatische Erzeugung von Kelchglas, das besonders in der Gastronomie in großen Stückzahlen nachgefragt wird.

1962. Hervorragende Absätze führen zu Kapazitätssteigerung. Die erste Gastronomiegarnitur “Neckar” wird auf den Markt gebracht.

1970. “Melodia”, das erste maschinell geblasene Bleikristallglas, nach dem Entwurf von Wilhelm Kuchler, geht in die Produktion.

Zwiesel Kristallglas AG Historie

1971. Das Zwiesel Werk übernimmt in seiner neu formulierten Aufgabe als Konsumgüterschwerpunkt der Schott Gruppe den Vertrieb von Hauswirtschaftsglas unter dem traditionellen Markennamen “Jenaer Glas” und trägt fortan den Namen “Schott Zwiesel Glaswerke AG”.

1973. Baubeginn für das neue Werk “Regenwiese”, ein Block- und Kommissionslager mit Gleisanschluss.

1978. In der Anpassung an Umweltschutzvorgaben finden Erweiterungen und Modernisierungen statt.

1984. Erstmals werden großvolumige Artikel wie Vasen und Schalen maschinell produziert.

1985. Erstmalig wird die erfolgreiche Trinkglasserie “Excelsior” hergestellt, gleichzeitig wird das dreihundertmillionste “Neckar”-Glas geblasen und kommt damit ins Guinnessbuch der Rekorde.

1991. Aus ökologischen Gründen stellt Schott Zwiesel die Bleikristallproduktion ein. In Zusammenarbeit mit der Schott Forschung wird ein neues, hochwertiges Kristallglas ohne Bleioxid entwickelt.

1997. Schott Zwiesel feiert 125-jähriges Firmenjubiläum. Bau des Zweigwerkes Husinec in Tschechien.

1999. Zur Frankfurter Frühjahrsmesse werden die Trinkglasserie “Diva” und die Gläser “Millenium” vorgestellt, die sich sehr bald als Erfolgsartikel erweisen.

2001. Die Table Top Alliance GmbH – vormals Table Top Alliance AG - mit Sitz in Zwiesel übernimmt die Mehrheitsbeteiligung der Schott Zwiesel AG.

2002. Tritan - international patentiert
das brillante, spülmaschinenfeste, bruchfeste Glas der Profis!

Ein Quantensprung in der Kristallglas-Herstellung.
Nach langjähriger intensiver Forschung, zusammen mit der Universität Erlangen, ist es Schott Zwiesel gelungen, ein neues Kristallglas zu entwickeln. Aus veränderten Rohstoffen, kombiniert mit einem neuen Herstellungsverfahren, entsteht ein Glas von höchster Reinheit. Durch die Gründung eigener Vertriebsgesellschaften im Ausland wird der Grundstein für die internationale Expansion gelegt. Neue Vertriebsgesellschaften starten in Schweden und Spanien.

2003. Die Produktionskapazitäten in Zwiesel werden erneut ausgebaut, eine weitere Vertriebsgesellschaft wird in Japan gegründet.

2004. Mit weiteren Vertriebsgesellschaften in den wichtigen Auslandsmärkten in China und den USA gewinnt das Wachstum international weiter an Fahrt.

2005. Mit der Umfirmierung von Schott Zwiesel AG in Zwiesel Kristallglas AG dokumentiert das Unternehmen seine Verbundenheit zu der Region und stärkt seine Identität am Standort Deutschland.

2006. Die Zwiesel Kristallglas AG baut ihre Position als Anbieter hochwertiger Markenprodukte weiter aus: Das Unternehmen erwirbt die Rechte an der Traditionsmarke „JENAER GLAS“.
Auszeichnung Turnarounder des Jahres.
Verleihung des Best Business Award.
Red dot award für die Serie THE FIRST
der Marke ZWIESEL 1872.

2007. Mit dem Relaunch der Marke JENAER GLAS wird das Portfolio um funktionale und zeitlos schöne Produktionslösungen aus hitzebeständigem Borosilikatglas ergänzt.
Drei-Marken-Stratgie:
SCHOTT ZWIESEL. Das Glas der Profis. Genießen in Perfektion!
ZWIESEL 1872. Den Moment genießen!
JENAER GLAS. Gehört zum Leben!

Auszeichnung TOP 100:
Zwiesel Kristallglas gehört zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen MittelstandFinalist beim Großen Preis des Mittelstandes.
Red dot award für die Serie GENTLE von SCHOTT ZWIESEL

2008. Finalist beim Bayrischen Gründerpreis in der Kategorie „Nachfolge“
weitere Auszeichnungen